Am nächsten Morgen wollen wir früh los. Wir stellen uns den Wecker auf halb 8 - und verschlafen glorreich. Kurz nach 9 sitzen wir am Frühstückstisch.
Gleich am Ausgang von Pai soll es einen Hot Spring zum Baden geben, sagt uns die Besitzerin Loi nochmal, bevor sie uns einmal herzlich drückt und uns entlässt.
Um halb 11 sitzen wir wieder auf dem Motorrad. Und auch den Hot Spring machen wir ohne Probleme ausfindig. Er ist klein, liegt aber sehr hübsch mitten in der Natur und hat angenehme Badewannentemperatur. Wir testen gleich unsere Go Pro über und unter Wasser und befinden für gut. Als eine Schulklasse eintrifft, packen wir unser Zeug zusammen, kaufen eine Handvoll "Bang Bang" Schokoriegel und fahren wieder weiter.
Die Strecke ist wie angepriesen herrlich bergig und kurvig. Unterwegs kommen wir an einigen Aussichtspunkten und zum Glück auch an dem ein oder anderen Pad Thai Stand vorbei.
Nachmittags entdecken wir ein Schild. Mae Lana Cave - längste Höhle in Thailand steht drauf. Cool. Wir biegen ab und fahren in die Pampa, immer dem Schild hinterher.
Zum Glück haben wir ein Crossmoped, denn einige der Straßen sind mehr off- als onroad. So wirklich wissen wir nie ob wir richtig sind, Schilder sindvorhanden, aber spärlich, Hühner rennen über die Straße, Mini-Dörfchen zieren den Wegesrand und die Straßen haben wahnwitzige Steigungen. Irgendwann, nach Umfahren einer Straßensperre und 2 Dörfer weiter stehen wir vor einer Schranke mitten im Nirgendwo. Und tatsächlich ist daneben ein Häuschen und 2 Typen sitzen drin.
Auf einem Schild steht: "Guide for Cave 300 Baht, no Guide no Cave, dangerous"
Also gut. Welchen Cave wir machen wollen, werden wir gefragt. Diamond Cave ist billiger - no have water. Mae Lana - have water. Der Sand hätte gern Wasser.
Wir bekommen Gummischuhe und Stirnlampen ausgehändigt und sitzen wenig später wieder auf dem Moped und fahren unserem neuen Guide eine noch wahnwitzigere und steilere Strecke hinterher. Und um fair zu sein: den Eingang der Höhle hätten wir ohne Guide eh nicht gefunden. Es geht auf 2 Bambusbrettern über den Fluss, um die Ecke rum und eine Leiter runter. Kein Mensch würde sowas für den offiziellen Eingang einer Touristenattraktion halten. Aber wir sind die einzigen 3 Menschen, die sich hierher verlaufen haben. Unser Guide geht zielsicher voraus. Es ist stockfinster und man könnte sich sicher ohne Probleme verirren. Viel reden tut er nicht. Er ist da, damit wir hier rein und wieder rausfinden, aber seine Dienste sind nötig. Wir sehen riesige Tropfsteinformationen. Die Höhle ist an einigen Stellen gut und gerne 10 Meter hoch. Und tatsächlich: es gibt auch Wasser. Ein einigen Stellen ist es fast hüfttief. Der Guide sagt in der Regenzeit kann man hier garnicht rein. So waten und kraxeln wir fast 2 Stunden lang durch die Dunkelheit.
Fledermäuse sehen wir und auf dem Rückweg - eingekringelt und giftgrün - eine Schlange. Poison? Fragen wir. Der Guide nickt und lächelt. Wir machen ein Erinnerungsfoto.
Als wir aus der Höhle rauskommen dämmert es bereits. Wir haben noch ein bisschen Weg vor uns und Angst, dass unser Licht wieder schlapp machen könnte, daher geht's so schnell wie möglich nach Mae Hong Son.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen