Nach Phetchaburi hab ich mich auf nach Kanchanaburi gemacht.
Eigentlich, weil mir jemand die Wasserfälle im Erawan Nationalpark empfohlen hat. Angekommen, stelle ich fest, dass das Städtchen ziemlich touristisch ist, weil hier die weltberühmte Brücke über den Kwai geht (ausgesprochen Kwäh, weil sonst heißt es Wasserbüffel).
Berühmt ist diese Brücke unter anderem, weil sie im 2. Weltkrieg unter massivstem Einsatz von Kriegsgefangenen und in Rekordzeit gebaut wurde. Beim Bau der Brücke und der zugehörigen Bahnstrecke zwischen Thailand und Burma ließen fast 100.000 Menschen ihr Leben, großteils wegen Malaria und anderen Tropenkrankheiten. Vor allem ist sie aber bekannt, weil es dazu einen Film gibt (den ich wie "The Beach" leider nicht gesehen habe...)
Nächster Programmpunkt: Erawan Wasserfälle. Da fährt ein local bus hin, den ich mir ganz alleine an der Straßenkreuzung angehalten habe. Darauf war ich insgeheim ein bisschen stolz. Aber eigentlich will jeder Tourist nach Erawan, also ist das der einzige Bus der für mich gehalten hätte, und wahrscheinlich sogar ohne dass dabei ich frenetisch winkend am Straßenrand gestanden hätte.
Angekommen hieß es erstmal Überblick verschaffen. 7 Stufen hat der Wasserfall, von denen mir ein Mitreisender Stufe 4 und 7 wärmstens empfohlen hatte. Ein anderes Mädel hingegen hat mich angekuckt, kurz überlegt, und auf meine Frage gemeint, am schönsten wären die Stufen 3, 5 und 6. Da hilft dann nichts, außer selbst den Fuß ins kühle Naß zu strecken und sich von den Fischen anknabbern zu lassen...
Und wie es der Zufall will, habe ich die längste Zeit beim Baden in Stufe 2 verbracht. Nachdem man sich an die Knabberfische gewöhnt, kitzelt das auch nicht mehr so stark an den Füßen.
Ausklingen lassen habe ich den gestrigen Tag dann so, wie ich den heutigen begonnen habe. Mit einer schönen Massage. Im Moment läuft das irgendwie auf einmal pro Tag raus und da ich mir ebenfalls ab und an ein Bier genehmige kann ich es mittlerweile sicher mit jedem Kobe Rind aufnehmen, so zart und geschmeidig bin ich.
Die nächsten 3 Tage heißt es back to Bangkok, wo am 31. Januar mein Flieger nach Yangon abhebt.
Freitag, 29. Januar 2016
Dienstag, 26. Januar 2016
Die wiederentdeckte Weiblichkeit
Zwei Tage bin ich jetzt in Phetchaburi. Dem Stopp der eigentlich ganz spontan war. Geplant hatte ich, abermals einen Nationalpark zu besuchen. Aber einmal angekommen hat mich der provinzielle Charme von dieser Kleinstadt dermaßen in den Bann gezogen, dass ich beschlossen hab, lieber ganz gechillt - 2 Tage am Stück - durch die Stadt zu strolchen.
Mein Guesthouse ist das beste das ich auf der gesamten Reise hatte. Das Zimmer ist geschmackvoll eingerichtet. Das Wifi ist göttlich schnell. Das Badezimmer neu. Und die Temperaturen sind so kühl, dass es einen abends angenehm fröstelt und man nicht sofort versucht ist, sich Sonnencreme auf den Leib zu schmieren. Nach einer langen und ausgiebigen Dusche hab ich mich das erste Mal in 3 Wochen geschminkt.
Ich fühl mich endlich mal wieder wie eine Frau. Dieser wiederentdeckten Weiblichkeit ist es auch geschuldet, dass ich in 2 Tagen wie im Affekt 5(!) Lippenstifte gekauft habe. Untermaltes Glücksgefühl sozusagen. Und ein kleines Kleidchen hab ich mir auch gegönnt. Mein erstes und einziges Kleidungsstück wohlgemerkt.
Die Menschen hier sind nett und herzlich. Und seit ich wieder weiblich und als solches erkennbar bin, machen mir viele Menschen Komplimente und - schenken mir Wasser... Heute ungelogen 2 Mal passiert. Muss an meinem Kleidchen liegen. Da kommen einfach Menschen, lächeln mich an, und drücken mir eine Wasserflasche in die Hand!
Es gibt hier mehrere Tempel, die ich trotz Karte teilweise nicht gefunden habe. Völlig unverhofft bin ich allerdings in das angeblich Beste(!) Padtai Restaurant gestolpert, wo sich hilfsbereite Einheimische gleich meiner angenommen und für mich bestellt haben.
Generell sind Tempel und dergleichen nur ein Alibi um in eine bestimmte Richtung zu laufen. Die Straßen sind voller kleiner Obst, Gemüse und Fleischmärkte. Überall verstreut stehen kleine Garküchen oder ganze Märkte voller Essen. Wenn man mit Händen und Füßen ordentlich kommuniziert, gibt's leckeres Essen.
Das ist das wahre Highlight. Die Menschen sind so herrlich unverbraucht.
Dass es auf nem Hügel ein Museum/Tempel/Sehenswürdigkeit gibt.... Nebensächlich.
Es war da tatsächlich ganz gediegen. Auf dem Weg nach oben belagern Affen die Straße. Es ist echt nicht meine Schuld, dass ich so garnichts über die Sommerresidenz von irgendwelchen Königen und ihren Gefolgschaften weiß. Ich hatte meinen schlauen Flyer (den ich natürlich vorbildlich gelesen und hier zum Besten gegeben hätte...) genau 20 Sekunden lang, bis ihn mir ein Affe aus den Händen gerissen hat.
Mein diplomatischer Versuch auf ihn einzureden, ihm zu sagen er kann ja eh nicht lesen und den Flyer zurückzufordern endete darin, dass er mir seine Zähne gezeigt hat.
Touché... Mit vergleichbaren Eckzähnen kann ich nicht aufwarten. Also bin ich die 10m zurück zum Infohäuschen und hab mir nen Monkey-Protection-Stick organisiert. Weil Affen sind echt kein Spaß...
Das Zweite erwähnenswerte an dieser... Stätte auf dem Berg waren die Lautsprecher, die über die ganze Anlage verteilt waren und Musik gespielt haben, die was von den 20er Jahren hatte. Das hat dem ganzen Ort eine gewisse Stimmung verliehen.
Und gerade sitze ich wieder in meiner Lieblingsbar am Fluß, mit großen alten Fensterläden und einer ansonsten ziemlich offenen Architektur. Unter mir zieht Phetchaburi River dahin, ich stell mir gerade das 2. Bier in den Kopf und lausche ebenfalls guter Musik aus vergangenen Tagen. Und stelle gerade fest dass "Somewhere over the rainbow" nicht von Marusha ist...
Ich fühl mich endlich mal wieder wie eine Frau. Dieser wiederentdeckten Weiblichkeit ist es auch geschuldet, dass ich in 2 Tagen wie im Affekt 5(!) Lippenstifte gekauft habe. Untermaltes Glücksgefühl sozusagen. Und ein kleines Kleidchen hab ich mir auch gegönnt. Mein erstes und einziges Kleidungsstück wohlgemerkt.
Die Menschen hier sind nett und herzlich. Und seit ich wieder weiblich und als solches erkennbar bin, machen mir viele Menschen Komplimente und - schenken mir Wasser... Heute ungelogen 2 Mal passiert. Muss an meinem Kleidchen liegen. Da kommen einfach Menschen, lächeln mich an, und drücken mir eine Wasserflasche in die Hand!
Es gibt hier mehrere Tempel, die ich trotz Karte teilweise nicht gefunden habe. Völlig unverhofft bin ich allerdings in das angeblich Beste(!) Padtai Restaurant gestolpert, wo sich hilfsbereite Einheimische gleich meiner angenommen und für mich bestellt haben.
Generell sind Tempel und dergleichen nur ein Alibi um in eine bestimmte Richtung zu laufen. Die Straßen sind voller kleiner Obst, Gemüse und Fleischmärkte. Überall verstreut stehen kleine Garküchen oder ganze Märkte voller Essen. Wenn man mit Händen und Füßen ordentlich kommuniziert, gibt's leckeres Essen.
Das ist das wahre Highlight. Die Menschen sind so herrlich unverbraucht.
Dass es auf nem Hügel ein Museum/Tempel/Sehenswürdigkeit gibt.... Nebensächlich.
Es war da tatsächlich ganz gediegen. Auf dem Weg nach oben belagern Affen die Straße. Es ist echt nicht meine Schuld, dass ich so garnichts über die Sommerresidenz von irgendwelchen Königen und ihren Gefolgschaften weiß. Ich hatte meinen schlauen Flyer (den ich natürlich vorbildlich gelesen und hier zum Besten gegeben hätte...) genau 20 Sekunden lang, bis ihn mir ein Affe aus den Händen gerissen hat.
Mein diplomatischer Versuch auf ihn einzureden, ihm zu sagen er kann ja eh nicht lesen und den Flyer zurückzufordern endete darin, dass er mir seine Zähne gezeigt hat.
Touché... Mit vergleichbaren Eckzähnen kann ich nicht aufwarten. Also bin ich die 10m zurück zum Infohäuschen und hab mir nen Monkey-Protection-Stick organisiert. Weil Affen sind echt kein Spaß...
Das Zweite erwähnenswerte an dieser... Stätte auf dem Berg waren die Lautsprecher, die über die ganze Anlage verteilt waren und Musik gespielt haben, die was von den 20er Jahren hatte. Das hat dem ganzen Ort eine gewisse Stimmung verliehen.
Und gerade sitze ich wieder in meiner Lieblingsbar am Fluß, mit großen alten Fensterläden und einer ansonsten ziemlich offenen Architektur. Unter mir zieht Phetchaburi River dahin, ich stell mir gerade das 2. Bier in den Kopf und lausche ebenfalls guter Musik aus vergangenen Tagen. Und stelle gerade fest dass "Somewhere over the rainbow" nicht von Marusha ist...
Sonntag, 24. Januar 2016
Ein Fall für die Pulle
Heute geht's also weiter nach Phetchaburi. Entgegen dem ursprünglichen Plan, einen Nachtzug zu nehmen und den Tag über noch in Khao Sok auf der Veranda zu chillen, hab ich mich nun doch für die tagsüber Variante entschieden.
Heißt um 7 morgens aufstehen, Minivan in die Stadt und um 10 den Zug nehmen.
Gesagt getan. Für Frühstück blieb da allerdings keine Zeit, so dass ich kurzerhand in der Umgebung des Bahnhofs nach Essbarem gesucht hab.
Nach 10 Gehminuten werde ich fündig. Ein Straßenstand mit gebratenem Schweinefleisch auf Reis. Mit sehr netten Menschen, die mir extra den Tisch abgewischt und einen Schattenplatz freigemacht haben. Um mich herum laufen glückliche Hühner, die irgendwann mal als glückliche Fleischbeilage auf dem Teller anderer glücklicher Vorbeireisender landen werden.
Der Mann nimmt einen Edelstahlbecher, schaufelt damit einmal beherzt in den mit Eis gefüllten Styroporbottich, versieht ihn mit einem Strohhalm und stellt ihn mir hin. Auf dem Tisch steht eine Plastikkanne mit Wasser von dem Sauberkeitsgrad den man zuhause mit Gummihandschuhen anfassen würde.
Ich schenke mir daraus ein und nehme einen großen Schluck.
Nach 2 Wochen wird man mutig. Das bisschen unterbrochene Kühlkette? Pah!
Das Schwein auf Reis schmeckt lecker. Sicher war es auch einmal sehr glücklich und konnte sich nach Belieben im Dreck suhlen.
Zum Dessert genehmige ich mir gebratene Bananen in Kokosmilch. Für den schlanken Fuß. Aber weiß jemand, was diese kleinen schwarzen Gewürzkügelchen sind, die man hier in gebratenen Bananen findet? Sie kommen so oft vor, dass es sich nicht um zufällig ins Essen geratene blinde Passagiere handeln kann. Sie sehen aus wie etwas groß geratene schwarze Pfefferkörner. Aber sie schmecken nach Nichts. Ich hab sie wieder ausgespuckt, weil ich nix mit Ihnen anfangen konnte, aber neugierig wär ich schon...
Mittlerweile sitz ich pappsatt im Zug. Er ist angenehm klimatisiert aber nicht unterkühlt. Ganz heimlich hab ich vorhin dann doch in meinen Rucksack gegriffen und meinen kleinen feinen Flachmann rausgeholt.
Wie resistent mein Magen auch sein mag. Mit einem kräftigen Schluck Blutwurz ist er sicher noch ein bisschen widerstandsfähiger.
Heißt um 7 morgens aufstehen, Minivan in die Stadt und um 10 den Zug nehmen.
Gesagt getan. Für Frühstück blieb da allerdings keine Zeit, so dass ich kurzerhand in der Umgebung des Bahnhofs nach Essbarem gesucht hab.
Nach 10 Gehminuten werde ich fündig. Ein Straßenstand mit gebratenem Schweinefleisch auf Reis. Mit sehr netten Menschen, die mir extra den Tisch abgewischt und einen Schattenplatz freigemacht haben. Um mich herum laufen glückliche Hühner, die irgendwann mal als glückliche Fleischbeilage auf dem Teller anderer glücklicher Vorbeireisender landen werden.
Der Mann nimmt einen Edelstahlbecher, schaufelt damit einmal beherzt in den mit Eis gefüllten Styroporbottich, versieht ihn mit einem Strohhalm und stellt ihn mir hin. Auf dem Tisch steht eine Plastikkanne mit Wasser von dem Sauberkeitsgrad den man zuhause mit Gummihandschuhen anfassen würde.
Ich schenke mir daraus ein und nehme einen großen Schluck.
Nach 2 Wochen wird man mutig. Das bisschen unterbrochene Kühlkette? Pah!
Das Schwein auf Reis schmeckt lecker. Sicher war es auch einmal sehr glücklich und konnte sich nach Belieben im Dreck suhlen.
Zum Dessert genehmige ich mir gebratene Bananen in Kokosmilch. Für den schlanken Fuß. Aber weiß jemand, was diese kleinen schwarzen Gewürzkügelchen sind, die man hier in gebratenen Bananen findet? Sie kommen so oft vor, dass es sich nicht um zufällig ins Essen geratene blinde Passagiere handeln kann. Sie sehen aus wie etwas groß geratene schwarze Pfefferkörner. Aber sie schmecken nach Nichts. Ich hab sie wieder ausgespuckt, weil ich nix mit Ihnen anfangen konnte, aber neugierig wär ich schon...
Mittlerweile sitz ich pappsatt im Zug. Er ist angenehm klimatisiert aber nicht unterkühlt. Ganz heimlich hab ich vorhin dann doch in meinen Rucksack gegriffen und meinen kleinen feinen Flachmann rausgeholt.
Wie resistent mein Magen auch sein mag. Mit einem kräftigen Schluck Blutwurz ist er sicher noch ein bisschen widerstandsfähiger.
Samstag, 23. Januar 2016
Into the Wild
Cheow Lan Lake ist ein künstlicher Stausee, an manchen Stellen bis zu 80m tief, dem in den 80ern mehrere Dörfer weichen mussten. Da der See aber mitten im Regenwald liegt und sich organisch in die Ausläufer des Tals schlängelt, sieht er ziemlich natürlich aus.
Hier habe ich meinen 2 Tages Trip verbracht. Dschungel Trekking, Höhlenerkundung (samt Fledermäusen und Spinnen) und eine Nacht auf einem Floating Bungalow von der luxuriösen Sorte, da mit Fenster!
Abenteuerfeeling inklusive, da die Holzpaneelen zu den Bungalows auch mal gerne unter Wasser lagen und zwischendurch mit beingroßen Löchern versehen waren. Legt ein Boot an, schaukelt das ganze Dörfchen. Der TÜV hätte seine wahre Freude daran...
Wenn man gerne auf schwimmenden Baumstämmen balanciert, in einem Dschungelsee badet und die Abgeschiedenheit jenseits von Wifi und dem örtlichen Telefonnetz liebt, dann ist man hier jedoch genau richtig. Um 11 wird der Generator (und damit das Licht) ausgeschaltet, und dann heißt es mit Taschenlampe Buch lesen, oder Rätsel lösen.
Hier mein Favorit:
Ein Mann geht in die Bar, frägt den Barkeeper nach nem Glas Wasser. Daraufhin zieht der Barkeeper eine Pistole und zielt damit auf den Mann. Der Mann sagt "Danke" und geht. Warum? :)
Ja-nein Fragen beantworte ich gerne per Whatsapp... Hihi.
Seit heute Nachmittag bin ich wieder in meiner "alten" Anlage in Khao Sok, allerdings in einem anderen Bungalow. Diesmal downgegradet auf das "Rustic Thai House" das aber genau so cool ist wie mein alter Bungalow, außer dass es keine Mückengitter und kein Warmwasser hat. Dafür wohnen Geckos in meinem Schlafzimmer!
Morgen will ich versuchen ein wenig weiter nordwärts zu kommen, damit ich am 31. pünktlich zu meinem Flug nach Myanmar wieder in Bangkok bin. Als Stopp habe ich mir das eher unbekannte Phetchaburi ausgesucht.
Hier habe ich meinen 2 Tages Trip verbracht. Dschungel Trekking, Höhlenerkundung (samt Fledermäusen und Spinnen) und eine Nacht auf einem Floating Bungalow von der luxuriösen Sorte, da mit Fenster!
Abenteuerfeeling inklusive, da die Holzpaneelen zu den Bungalows auch mal gerne unter Wasser lagen und zwischendurch mit beingroßen Löchern versehen waren. Legt ein Boot an, schaukelt das ganze Dörfchen. Der TÜV hätte seine wahre Freude daran...
Wenn man gerne auf schwimmenden Baumstämmen balanciert, in einem Dschungelsee badet und die Abgeschiedenheit jenseits von Wifi und dem örtlichen Telefonnetz liebt, dann ist man hier jedoch genau richtig. Um 11 wird der Generator (und damit das Licht) ausgeschaltet, und dann heißt es mit Taschenlampe Buch lesen, oder Rätsel lösen.
Hier mein Favorit:
Ein Mann geht in die Bar, frägt den Barkeeper nach nem Glas Wasser. Daraufhin zieht der Barkeeper eine Pistole und zielt damit auf den Mann. Der Mann sagt "Danke" und geht. Warum? :)
Ja-nein Fragen beantworte ich gerne per Whatsapp... Hihi.
Seit heute Nachmittag bin ich wieder in meiner "alten" Anlage in Khao Sok, allerdings in einem anderen Bungalow. Diesmal downgegradet auf das "Rustic Thai House" das aber genau so cool ist wie mein alter Bungalow, außer dass es keine Mückengitter und kein Warmwasser hat. Dafür wohnen Geckos in meinem Schlafzimmer!
Morgen will ich versuchen ein wenig weiter nordwärts zu kommen, damit ich am 31. pünktlich zu meinem Flug nach Myanmar wieder in Bangkok bin. Als Stopp habe ich mir das eher unbekannte Phetchaburi ausgesucht.
Mittwoch, 20. Januar 2016
Welcome to the Jungle
Nach der Insel Koh Phangan bin ich erst mit der Fähre nach Surat Thani und dann mit einem echt komfortablen local bus (Polsterbezüge, Klimaanlage, keine Hühner oder Ziegen...) nach Khao Sok gefahren. Eigentlich ist es der Bus nach Phuket, aber die schmeißen einen dann vorher einfach raus wenn man das will.
Und Khao Sok ist traumhaft. Abends wird es ein kleines bisschen kühler, was super für den Schlaf ist. Und ansonsten ist man hier einfach in einem wunderschönen Naturparadies mit Zeit zum lesen und Seele baumeln lassen.
Sofort verliebt habe ich mich mal wieder in die Hauskatzen. Das Herz einer Katze erobert man ungefähr genauso wie meines: mit gutem Essen und Streicheleinheiten.
Die hiesige Siamkatze hat auch gleich mein frittiertes Chickenbeinchen am Rucksack gerochen und mich dabei wahrscheinlich vor einer mittleren Ameiseninvasion bewahrt, indem sie es kurzerhand einfach selbst aufgefressen hat. Wir sind jetzt also Freunde.
Im Dschungel gilt für das Zimmer eine absolute no food policy. Sonst hat man schneller ungebetenen Besuch als einem lieb ist.
Aber auch ohne Essbares hatte ich mal wieder einen Gast im Badezimmer. Ich mag Kakerlaken einfach nicht. Dass ich einen Spritz Nobite auf sie abgeschossen hab, hat sie indes auch herzlich wenig interessiert. Was kratzt DEET auch eine Kakerlake? Die ist einfach nur völlig unbeeindruckt davongekrabbelt. Härtere Geschütze auffahren also. Als nächstes hab ich mir das Klosprühdingens geschnappt (vulgär auch Arschdusche genannt) und sie mit Hochdruck so lange in eine Badezimmerecke gespült bis sie auf dem Rücken lag und mit den Beinchen gestrampelt hat. Tja und da strampelt sie jetzt noch.
Ich kontrollier immer akribisch, bevor ich das Bad betrete, ob sie noch genau da schräg links neben dem Klo liegt. Bis heute morgen war das noch so. Alles cool. Mit einer bewegungsunfähigen Kakerlake kann ich arbeiten.
Was gibt's noch? Oh die Katzenbabys. Von denen kriegt man sofort Diabetes, sooooooo süß sind die. Kleine braune Söckchen, braune Öhrchen und blaue Augen. Am liebsten würd ich eine klauen. Mein Handyalbum ist voll von Katzenbabybildern. Übrigens hab ich heute morgen alle Bilder in mein Picasaalbum geladen, sucht mal ob ihr das findet...
Gestern war ich erst auf eigene Faust im Nationalpark wandern, aber die Wasserfälle sind wegen der Trockenzeit nicht der Rede wert. Dafür gabs gleich die nächste Tierbekanntschaft. Erst hab ich mich noch gefragt, was das für kleine Würmchen sind, die sich Kopf voran an deine Hose heften.
Das weiß ich jetzt auch - das sind Blutegel. Das Gute an denen ist, sie übertragen anscheinend keine Krankheiten. Aber sie lutschen sich an dir fest, sorgen für einen kleinen Mini Knutschfleck und lassen sich dann wieder fallen. Ich hab meinen nur bemerkt weil auf einmal Blut an meinem Tshirt war. Tut nicht weh.
Gegen Nachmittag hab ich samt Guide noch die krasse Riesenblume angekuckt. Die krasse Riesenblume gibt es nur an ganz wenigen seltenen Stellen in Thailand und sie blüht auch nur sehr selten. Und wie der Name schon sagt, ist sie krass groß.
Heute Ist chill-Tag. Das Jahr IQ84 will zu Ende gehen, und ich will evtl mal baden.
Die hiesige Siamkatze hat auch gleich mein frittiertes Chickenbeinchen am Rucksack gerochen und mich dabei wahrscheinlich vor einer mittleren Ameiseninvasion bewahrt, indem sie es kurzerhand einfach selbst aufgefressen hat. Wir sind jetzt also Freunde.
Im Dschungel gilt für das Zimmer eine absolute no food policy. Sonst hat man schneller ungebetenen Besuch als einem lieb ist.
Aber auch ohne Essbares hatte ich mal wieder einen Gast im Badezimmer. Ich mag Kakerlaken einfach nicht. Dass ich einen Spritz Nobite auf sie abgeschossen hab, hat sie indes auch herzlich wenig interessiert. Was kratzt DEET auch eine Kakerlake? Die ist einfach nur völlig unbeeindruckt davongekrabbelt. Härtere Geschütze auffahren also. Als nächstes hab ich mir das Klosprühdingens geschnappt (vulgär auch Arschdusche genannt) und sie mit Hochdruck so lange in eine Badezimmerecke gespült bis sie auf dem Rücken lag und mit den Beinchen gestrampelt hat. Tja und da strampelt sie jetzt noch.
Ich kontrollier immer akribisch, bevor ich das Bad betrete, ob sie noch genau da schräg links neben dem Klo liegt. Bis heute morgen war das noch so. Alles cool. Mit einer bewegungsunfähigen Kakerlake kann ich arbeiten.
Was gibt's noch? Oh die Katzenbabys. Von denen kriegt man sofort Diabetes, sooooooo süß sind die. Kleine braune Söckchen, braune Öhrchen und blaue Augen. Am liebsten würd ich eine klauen. Mein Handyalbum ist voll von Katzenbabybildern. Übrigens hab ich heute morgen alle Bilder in mein Picasaalbum geladen, sucht mal ob ihr das findet...
Gestern war ich erst auf eigene Faust im Nationalpark wandern, aber die Wasserfälle sind wegen der Trockenzeit nicht der Rede wert. Dafür gabs gleich die nächste Tierbekanntschaft. Erst hab ich mich noch gefragt, was das für kleine Würmchen sind, die sich Kopf voran an deine Hose heften.
Das weiß ich jetzt auch - das sind Blutegel. Das Gute an denen ist, sie übertragen anscheinend keine Krankheiten. Aber sie lutschen sich an dir fest, sorgen für einen kleinen Mini Knutschfleck und lassen sich dann wieder fallen. Ich hab meinen nur bemerkt weil auf einmal Blut an meinem Tshirt war. Tut nicht weh.
Gegen Nachmittag hab ich samt Guide noch die krasse Riesenblume angekuckt. Die krasse Riesenblume gibt es nur an ganz wenigen seltenen Stellen in Thailand und sie blüht auch nur sehr selten. Und wie der Name schon sagt, ist sie krass groß.
Heute Ist chill-Tag. Das Jahr IQ84 will zu Ende gehen, und ich will evtl mal baden.
Stayin' alive
So, damit hätten wir Kho Phangan überlebt. Und so banal das klingt, anscheinend ist es eine echte Herausforderung.
Meine Entscheidung, einen Roller zu mieten hab ich eigentlich bis zuletzt nicht bereut. Es ist das einzige Mittel, auch entlegene Orte der Insel halbwegs unabhängig zu erkunden. Ich hab mich auch gezwungen, immer, IMMER diesen zu großen, unbequemen Helm anzuziehen, auch wenn mein Fahrradhelm zuhause sicher einen besseren Schutz bietet als diese Salatschüsseln hier.
Und trotzdem hat man jedes Mal auf der Straße dieses beklemmende Gefühl. An den Linksverkehr gewöhnt man sich, an die Schlaglöcher allmählich. Sogar daran, stringent 40 zu fahren, obwohl der Motor weit mehr hergibt. Nicht gewöhnen will man sich an die Unfälle die man sieht. Mittlerweile sind es mindestens 2, zu einem kam ich dazu und hab nur noch gesehen wie sie einen jungen Mann in den Krankenwagen verladen haben, Blut am Gehsteig, daneben ein umgekippter Roller. Unschön.
Achtet man darauf, entdeckt man bei vielen Touristen Schürfwunden an Knien, Ellenbogen, oder Oberschenkel. Auf Nachfrage sagen dir 90%, dass sie sich mit ihrem Zweirad elegant hingelegt hätten. Wunden heilen schlecht wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, wird meist im 2. Satz erläutert und im Krankenhaus wird zunächst der Finanzstatus gecheckt, bevor man (mangelhaft) versorgt wird. (Eine Busbekanntschaft hat mir z.B. heute erzählt, dass man seinen Schlangenbiss (!!) erst nach Nennung einer Versicherungsnummer behandeln wollte. WTF?!)
Ich bin auch froh, dass ich vor Full Moon die Kurve gekratzt habe. Die Halbmondparty war komplett ausreichend. Und bei Vollmond scheint es zu viele besoffene Idioten zu geben.
Bevor ich ging hab ich mir allerdings noch den Ang Thong Marine National Park angesehen. 40 kleine Inseln sind das, mit ner kleinen grünen Lagune, einsamen Stränden und Halong Bay Feeling. Schnorcheln waren wir und Speedboot fahren und uns die Beine vertreten. Ein rundum gelungener Tag eigentlich, und trotzdem waren wir der Meinung, es wärs nicht richtig wert gewesen.
Reizübersättigung der schönen Dinge. Irgendwann knallts nicht mehr. Man hat alles schonmal gesehen. Auch gegen diese Gleichgültigkeit muss man ein bisschen ankämpfen... Das gemeinhin als "Tempelkoller" bekannte Syndrom stellt sich oft zu schnell ein. Es zählen nur noch Superlative. Lang her sind die Tage, an denen mich Dinge noch richtig richtig umgehauen haben.
Ich erinnere mich an den genervt belustigten Gesichtsausdruck von Anja damals im Studium, als ich komplett überwältigt an einer Straßenkreuzung stand hinter der sich unverhofft der Eiffelturm gezeigt hatte. "Mariiiinaaa, wir wohnen seit 2 Monaten in Paris, wir sehen den jeden Tag..." Wann genau haben die Dinge aufgehört, eine Faszination auszuüben, die länger als 10 Sekunden und 3 Handybilder anhält?
Dabei ist Thailand mit seiner Fülle an unterschiedlichen Möglichkeiten und Landschaften eines der schönsten Länder, die ich bisher bereist habe. Auch wenn es ein paar nicht so schöne Erfahrungen bereithält. Aber an einem Tag wird man beraubt, am nächsten strahlt wieder die Sonne, Menschen lächeln und das Land offenbart seine kleinen und großen Schönheiten.
Meine Entscheidung, einen Roller zu mieten hab ich eigentlich bis zuletzt nicht bereut. Es ist das einzige Mittel, auch entlegene Orte der Insel halbwegs unabhängig zu erkunden. Ich hab mich auch gezwungen, immer, IMMER diesen zu großen, unbequemen Helm anzuziehen, auch wenn mein Fahrradhelm zuhause sicher einen besseren Schutz bietet als diese Salatschüsseln hier.
Und trotzdem hat man jedes Mal auf der Straße dieses beklemmende Gefühl. An den Linksverkehr gewöhnt man sich, an die Schlaglöcher allmählich. Sogar daran, stringent 40 zu fahren, obwohl der Motor weit mehr hergibt. Nicht gewöhnen will man sich an die Unfälle die man sieht. Mittlerweile sind es mindestens 2, zu einem kam ich dazu und hab nur noch gesehen wie sie einen jungen Mann in den Krankenwagen verladen haben, Blut am Gehsteig, daneben ein umgekippter Roller. Unschön.
Achtet man darauf, entdeckt man bei vielen Touristen Schürfwunden an Knien, Ellenbogen, oder Oberschenkel. Auf Nachfrage sagen dir 90%, dass sie sich mit ihrem Zweirad elegant hingelegt hätten. Wunden heilen schlecht wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, wird meist im 2. Satz erläutert und im Krankenhaus wird zunächst der Finanzstatus gecheckt, bevor man (mangelhaft) versorgt wird. (Eine Busbekanntschaft hat mir z.B. heute erzählt, dass man seinen Schlangenbiss (!!) erst nach Nennung einer Versicherungsnummer behandeln wollte. WTF?!)
Ich bin auch froh, dass ich vor Full Moon die Kurve gekratzt habe. Die Halbmondparty war komplett ausreichend. Und bei Vollmond scheint es zu viele besoffene Idioten zu geben.
Bevor ich ging hab ich mir allerdings noch den Ang Thong Marine National Park angesehen. 40 kleine Inseln sind das, mit ner kleinen grünen Lagune, einsamen Stränden und Halong Bay Feeling. Schnorcheln waren wir und Speedboot fahren und uns die Beine vertreten. Ein rundum gelungener Tag eigentlich, und trotzdem waren wir der Meinung, es wärs nicht richtig wert gewesen.
Reizübersättigung der schönen Dinge. Irgendwann knallts nicht mehr. Man hat alles schonmal gesehen. Auch gegen diese Gleichgültigkeit muss man ein bisschen ankämpfen... Das gemeinhin als "Tempelkoller" bekannte Syndrom stellt sich oft zu schnell ein. Es zählen nur noch Superlative. Lang her sind die Tage, an denen mich Dinge noch richtig richtig umgehauen haben.
Ich erinnere mich an den genervt belustigten Gesichtsausdruck von Anja damals im Studium, als ich komplett überwältigt an einer Straßenkreuzung stand hinter der sich unverhofft der Eiffelturm gezeigt hatte. "Mariiiinaaa, wir wohnen seit 2 Monaten in Paris, wir sehen den jeden Tag..." Wann genau haben die Dinge aufgehört, eine Faszination auszuüben, die länger als 10 Sekunden und 3 Handybilder anhält?
Dabei ist Thailand mit seiner Fülle an unterschiedlichen Möglichkeiten und Landschaften eines der schönsten Länder, die ich bisher bereist habe. Auch wenn es ein paar nicht so schöne Erfahrungen bereithält. Aber an einem Tag wird man beraubt, am nächsten strahlt wieder die Sonne, Menschen lächeln und das Land offenbart seine kleinen und großen Schönheiten.
Samstag, 16. Januar 2016
The small things
Irgendwann lernt man sie während der Reise zu schätzen. Die kleinen Dinge.
Jetzt versuche ich ja schon seit jeher, den Spagat zwischen Luxus und Budgetunterkunft zu schaffen, was meistens darauf hinausläuft, dass ein Zimmer einfach sauber sein sollte, und möglichst keine Besucher mit mehr als 2 Beinen aufweist.
Wirklich sauber fühlt man sich derweil meist in keinem tropischen Land. Kaum geduscht und frisch duftend ist man entweder gezwungen sich ausgiebig mit Sonnencreme (tagsüber) oder Mückenspray (nachts) einzureiben und das Ergebnis ist dass man wieder schmierig und klebrig ist.
Daran gewöhnt man sich. Und im Idealfall tut man es schnell, weil es daran einfach nichts zu rütteln gibt. Ist man am Meer, dann ist zudem Sand ein ziemlich hartnäckiger Begleiter. Zwischen den Zehen und auf dem Fußboden knarzt und knirscht es. Die Omnipräsenz von Salzwasser lässt zudem alles was man am Körper oder bei sich trägt immer leicht feucht und klamm wirken. Willkommen in den Tropen.
Umso mehr freut man sich über die kleinen feinen Unterschiede. So wie ich mich gerade über ein echt flauschiges Handtuch aus richtigem Frottee (eine Woche, und ich kann Mikrofaser echt nicht mehr sehen! - ja, das Gewicht ist mir scheißegal! Baumwollfrottee ist einfach unfassbar geil und macht noch dazu so schön trocken)
Warmwasser und Klimaanlagen gehören indes nicht zu dem Luxus, den ich mir leiste. Braucht bei 30 Grad aber auch wirklich kein Mensch. Ein Ventilator ist allemal Pflicht. Heute bin ich mit meiner Wahl in Koh Phangan zumindest sehr zufrieden. Man kann darüber streiten, ob 15€ die Nacht teuer sind, aber mein Gott, ich hab nen Strandbungalow für mich alleine, und ich hab sogar ganz alleine hier hergefunden, indem ich mir gleich am Pier einen Roller gemietet habe. Richtig unabhängig bin ich schon.
Das RICHTIGE Reisefeeling lässt indes noch auf sich warten. Damit meine ich die Entspanntheit, die sich irgendwann hoffentlich noch einstellt. Derzeit fällt es mir noch ein bisschen schwer, die Magie des Augenblicks zu genießen. Ich bin noch gehetzt, noch nicht so richtig runtergekommen. Sitze ich am Strand und lese ein Buch (derzeit Haruki Murakami 1Q84 - Band 3, nein ich habe erst nicht gesehen, dass es Band 3 ist und selbstverständlich habe ich Band 1 und 2 nicht gelesen) dann kommt mir die Zeit fast vertan vor weil ich nicht das türkisblaue Wasser ansehe. Kuck ich hingegen das Meer an, habe ich das Gefühl nichts zu tun. Und so spring ich von einem zum anderen.
Was genau das richtige wäre, wenn ich alles aus dem Wunsch heraus täte, jetzt genau das Meer betrachten zu wollen. Aber es ist noch nicht ganz das Schwelgen im Augenblick, sondern vielmehr ein Fluchtversuch aus einer Tätigkeit, die nicht angemessen oder gut genug erscheint. Es ist dieser Stress, alles bis zum letzten Prozentpunkt auskosten zu wollen, und es genau deswegen nicht zu tun. Versteht ihr was ich damit meine?
Es ist aber definitiv ein 1st world problem... Keine Frage. Und der Flow wird sich schon noch einstellen. Heute morgen hab ich beim Schnorcheln übrigens nen kleinen Hai gesehen. Mehr ist nicht passiert...
Jetzt versuche ich ja schon seit jeher, den Spagat zwischen Luxus und Budgetunterkunft zu schaffen, was meistens darauf hinausläuft, dass ein Zimmer einfach sauber sein sollte, und möglichst keine Besucher mit mehr als 2 Beinen aufweist.
Wirklich sauber fühlt man sich derweil meist in keinem tropischen Land. Kaum geduscht und frisch duftend ist man entweder gezwungen sich ausgiebig mit Sonnencreme (tagsüber) oder Mückenspray (nachts) einzureiben und das Ergebnis ist dass man wieder schmierig und klebrig ist.
Daran gewöhnt man sich. Und im Idealfall tut man es schnell, weil es daran einfach nichts zu rütteln gibt. Ist man am Meer, dann ist zudem Sand ein ziemlich hartnäckiger Begleiter. Zwischen den Zehen und auf dem Fußboden knarzt und knirscht es. Die Omnipräsenz von Salzwasser lässt zudem alles was man am Körper oder bei sich trägt immer leicht feucht und klamm wirken. Willkommen in den Tropen.
Umso mehr freut man sich über die kleinen feinen Unterschiede. So wie ich mich gerade über ein echt flauschiges Handtuch aus richtigem Frottee (eine Woche, und ich kann Mikrofaser echt nicht mehr sehen! - ja, das Gewicht ist mir scheißegal! Baumwollfrottee ist einfach unfassbar geil und macht noch dazu so schön trocken)
Warmwasser und Klimaanlagen gehören indes nicht zu dem Luxus, den ich mir leiste. Braucht bei 30 Grad aber auch wirklich kein Mensch. Ein Ventilator ist allemal Pflicht. Heute bin ich mit meiner Wahl in Koh Phangan zumindest sehr zufrieden. Man kann darüber streiten, ob 15€ die Nacht teuer sind, aber mein Gott, ich hab nen Strandbungalow für mich alleine, und ich hab sogar ganz alleine hier hergefunden, indem ich mir gleich am Pier einen Roller gemietet habe. Richtig unabhängig bin ich schon.
Das RICHTIGE Reisefeeling lässt indes noch auf sich warten. Damit meine ich die Entspanntheit, die sich irgendwann hoffentlich noch einstellt. Derzeit fällt es mir noch ein bisschen schwer, die Magie des Augenblicks zu genießen. Ich bin noch gehetzt, noch nicht so richtig runtergekommen. Sitze ich am Strand und lese ein Buch (derzeit Haruki Murakami 1Q84 - Band 3, nein ich habe erst nicht gesehen, dass es Band 3 ist und selbstverständlich habe ich Band 1 und 2 nicht gelesen) dann kommt mir die Zeit fast vertan vor weil ich nicht das türkisblaue Wasser ansehe. Kuck ich hingegen das Meer an, habe ich das Gefühl nichts zu tun. Und so spring ich von einem zum anderen.
Was genau das richtige wäre, wenn ich alles aus dem Wunsch heraus täte, jetzt genau das Meer betrachten zu wollen. Aber es ist noch nicht ganz das Schwelgen im Augenblick, sondern vielmehr ein Fluchtversuch aus einer Tätigkeit, die nicht angemessen oder gut genug erscheint. Es ist dieser Stress, alles bis zum letzten Prozentpunkt auskosten zu wollen, und es genau deswegen nicht zu tun. Versteht ihr was ich damit meine?
Es ist aber definitiv ein 1st world problem... Keine Frage. Und der Flow wird sich schon noch einstellen. Heute morgen hab ich beim Schnorcheln übrigens nen kleinen Hai gesehen. Mehr ist nicht passiert...
Ich machs mit - ist einfach sicherer
Also vorgestern kam ich auf die wagemutige Idee, es ohne zu machen. Wird schon nix passieren, dachte ich mir. Aber die Entscheidung hab ich schon währenddessen bereut. Solange man unten ist, ist das auch überhaupt kein Problem.
Aber irgendwann ist die Flasche leer, man kommt ausm Wasser und muss die Zeit bis zum zweiten Tauchgang auf dem Boot überbrücken. Und dann kommt dieses flaue Gefühl in der Magengegend. Da hilft dann nur, den toten Punkt zu suchen (quasi die Achse zu suchen an dem das Boot am wenigsten schaukelt) und zu hoffen dass die Nullzeit möglichst schnell vorbeigeht und man wieder ins Wasser kann.
Deswegen quäl ich mich ab jetzt nicht mehr und schmeiß sicherheitshalber vor jedem Gang auf See ein kleines gelbes Scheißegalpillchen ein. Auch wenn andere das ohne können, ich muss ja niemandem etwas beweisen und wenn alle vollgekotzt sind, hat ja schließlich auch niemand was davon. Das Bootfahren ist auch das, was tauchen zu einer großen Hassliebe macht.
Unter Wasser ist alles super. Solange die Ohren beim Druckausgleich keine Probleme machen, erschließt sich eine komplett neue, schwerelose Welt. Da gibt's den Triggerfisch, der ein Hörnchen aufbläst sobald man ihn ärgert, die kleinen schwarzen Fischschwärme, die sich in der Nähe von Korallen aufhalten und sich in ihnen verstecken, sobald Gefahr lauert, blaugepunktete Rochen, die sich bevorzugt unter Steinen aufhalten und noch zuletzt die Guppies (so hießen die glaub ich) die immer einen blinden Partnershrimp zur Seite haben, den Sie vor Gefahren warnen, wofür sie im Gegenzug in seine Höhle mit einziehen dürfen. Beim Atmen unter Wasser muss ich als alter Star Wars Fan zudem unweigerlich an Darth Vader denken, was ich cool finde und ein bisschen Macht hat schließlich noch keinem geschadet.
Aber diese Drecks-Boote halt... Bäh. Irgendwann fängt man an sich so Fragen zu stellen, wie: "Kann man unter Wasser eigentlich kotzen?"
Und grad sitz ich wieder auf so einer wundervollen Fähre nach Koh Phangan. Es schaukelt, es stinkt nach Diesel, dazu ist es schweinekalt und hätte ich mein Tablettchen nich vorbildlich geschluckt, ich hätt schon längst in den Gang gespien.
Deswegen quäl ich mich ab jetzt nicht mehr und schmeiß sicherheitshalber vor jedem Gang auf See ein kleines gelbes Scheißegalpillchen ein. Auch wenn andere das ohne können, ich muss ja niemandem etwas beweisen und wenn alle vollgekotzt sind, hat ja schließlich auch niemand was davon. Das Bootfahren ist auch das, was tauchen zu einer großen Hassliebe macht.
Unter Wasser ist alles super. Solange die Ohren beim Druckausgleich keine Probleme machen, erschließt sich eine komplett neue, schwerelose Welt. Da gibt's den Triggerfisch, der ein Hörnchen aufbläst sobald man ihn ärgert, die kleinen schwarzen Fischschwärme, die sich in der Nähe von Korallen aufhalten und sich in ihnen verstecken, sobald Gefahr lauert, blaugepunktete Rochen, die sich bevorzugt unter Steinen aufhalten und noch zuletzt die Guppies (so hießen die glaub ich) die immer einen blinden Partnershrimp zur Seite haben, den Sie vor Gefahren warnen, wofür sie im Gegenzug in seine Höhle mit einziehen dürfen. Beim Atmen unter Wasser muss ich als alter Star Wars Fan zudem unweigerlich an Darth Vader denken, was ich cool finde und ein bisschen Macht hat schließlich noch keinem geschadet.
Aber diese Drecks-Boote halt... Bäh. Irgendwann fängt man an sich so Fragen zu stellen, wie: "Kann man unter Wasser eigentlich kotzen?"
Und grad sitz ich wieder auf so einer wundervollen Fähre nach Koh Phangan. Es schaukelt, es stinkt nach Diesel, dazu ist es schweinekalt und hätte ich mein Tablettchen nich vorbildlich geschluckt, ich hätt schon längst in den Gang gespien.
Mittwoch, 13. Januar 2016
Safety First - die Deutsche in mir kommt raus
Nach einem wunderschönen Tauchgang heute morgen in Shark Island wollte ich heute etwas die Insel erkunden und mir einen Roller mieten.
Viele Gerüchte gehen um. Fotos muss man machen, um den Zustand zu dokumentieren, seinen Reisepass möglichst nicht hinterlegen, um kein Druckmittel zu schaffen und zuletzt muss man natürlich höllisch aufpassen auf die Straßen und deren desolaten Zustand. Gut, also ich los, was suchen, das dem unmöglichen goldenen Dreieck entspricht: Sicher, seriös und billig - na gut, und pink.
Für umgerechnet 5€ am Tag kann man sich so nen Roller ausleihen, und irgendwann stand ich an einem Stand der genau mein Modell hatte: Rosa, aber mit krassem Profil an den Rädchen, noch dazu fast neu und - wer sagts denn - für nen 5er am Tag.
Dann die Knebelbedingungen durchgelesen. "If you scratch, you pay part in new." Und ohne Pass geht garnix, meinte der freundliche Mann. Aber dann kam der Vorschlag, der meine Augen kurz aufleuchten ließen. "I have insurance, 200 Baht only." Gut, was meinen Roller doppelt so teuer macht, klar, ne? Er muss meine Herkunft aus dem Land Herr Kaisers von der Hamburg Mannheimer förmlich gerochen haben.
Gut was solls, dann eben 10€, und das hinterlegen meines Reisepasses konnte ich auch mit einem 5.000 Baht Deposit umgehen. Meinen Führerschein hingegen will er nicht sehen. Braucht keine Sau. Ob ich son Ding fahren kann, fragt er einfach, und ich sag einfach mal ja. Hab ja ne Vespa. Ich bin bereits 10m gefahren, in T-Shirt und Flip Flops da fällt mir ein - hmmm... Helmchen vielleicht? Und tatsächlich bekomm ich so ne Halbschalen-Suppenschüssel einfach so fürs gute Gewissen rübergereicht.
Als nächstes fällt mein Blick auf den Tacho. Der geht bis 140. Mein Klaus-Peter (also mein Roller) fährt 50, den Berg runter und mit Rückenwind. Der hier beschleunigt schon anders... Aber ich fahr ihn selbstverständlich nicht aus. Wie auch, das geben die Straßen nicht her. Zumal mich trotz meiner Versicherung immer noch leicht beunruhigt, dass ich zuhause beim Fahrradfahren mehr Protektoren anlege als hier im Straßenverkehr.
Hier fahren alle ohne Helm. Hätte ich nicht nach einem gefragt, ich hätte keinen bekommen und ich bezweifle auch dass er im Fall des Falles meine Überlebenschancen wesentlich steigern würde, aber ich nehm ihn halt, so wie man ein Globuli schluckt, für den Fall dass doch. Ich war dann an einer wunderschönen Bucht und nein, es ist noch kein Kratzer drin, weder im Roller, noch in mir...
Viele Gerüchte gehen um. Fotos muss man machen, um den Zustand zu dokumentieren, seinen Reisepass möglichst nicht hinterlegen, um kein Druckmittel zu schaffen und zuletzt muss man natürlich höllisch aufpassen auf die Straßen und deren desolaten Zustand. Gut, also ich los, was suchen, das dem unmöglichen goldenen Dreieck entspricht: Sicher, seriös und billig - na gut, und pink.
Für umgerechnet 5€ am Tag kann man sich so nen Roller ausleihen, und irgendwann stand ich an einem Stand der genau mein Modell hatte: Rosa, aber mit krassem Profil an den Rädchen, noch dazu fast neu und - wer sagts denn - für nen 5er am Tag.
Dann die Knebelbedingungen durchgelesen. "If you scratch, you pay part in new." Und ohne Pass geht garnix, meinte der freundliche Mann. Aber dann kam der Vorschlag, der meine Augen kurz aufleuchten ließen. "I have insurance, 200 Baht only." Gut, was meinen Roller doppelt so teuer macht, klar, ne? Er muss meine Herkunft aus dem Land Herr Kaisers von der Hamburg Mannheimer förmlich gerochen haben.
Gut was solls, dann eben 10€, und das hinterlegen meines Reisepasses konnte ich auch mit einem 5.000 Baht Deposit umgehen. Meinen Führerschein hingegen will er nicht sehen. Braucht keine Sau. Ob ich son Ding fahren kann, fragt er einfach, und ich sag einfach mal ja. Hab ja ne Vespa. Ich bin bereits 10m gefahren, in T-Shirt und Flip Flops da fällt mir ein - hmmm... Helmchen vielleicht? Und tatsächlich bekomm ich so ne Halbschalen-Suppenschüssel einfach so fürs gute Gewissen rübergereicht.
Als nächstes fällt mein Blick auf den Tacho. Der geht bis 140. Mein Klaus-Peter (also mein Roller) fährt 50, den Berg runter und mit Rückenwind. Der hier beschleunigt schon anders... Aber ich fahr ihn selbstverständlich nicht aus. Wie auch, das geben die Straßen nicht her. Zumal mich trotz meiner Versicherung immer noch leicht beunruhigt, dass ich zuhause beim Fahrradfahren mehr Protektoren anlege als hier im Straßenverkehr.
Hier fahren alle ohne Helm. Hätte ich nicht nach einem gefragt, ich hätte keinen bekommen und ich bezweifle auch dass er im Fall des Falles meine Überlebenschancen wesentlich steigern würde, aber ich nehm ihn halt, so wie man ein Globuli schluckt, für den Fall dass doch. Ich war dann an einer wunderschönen Bucht und nein, es ist noch kein Kratzer drin, weder im Roller, noch in mir...
Montag, 11. Januar 2016
Stranded
So da wären wir...
Und heute hab ich auch mal Muße, mich mit dem Pad in ein Café zu setzen und ein bisschen zu schreiben.
Was bisher geschah.... Die Überfahrt auf Koh Tao war vergleichsweise ruhig und unspektakulär. Vielleicht liegt das an den Vomex, vielleicht ist auch die See einfach nur sonderlich ruhig gewesen. An mir lag es sicher nicht.
Tag 1 stand im Zeichen des Ankommens. Hotel suchen, was essen, Tauchschule ausfindig machen und zum Yoga gehen. Tatsächlich hab ich mit Holly eine super nette wenn auch ziemlich verplante Zimmernachbarin gefunden.
Am 2. Tag stand mein Tauchrefresher Kurs und der erste Tauchgang an. Das Wasser hat Badewannentemperatur und die Korallen sind auch sehr schön. Leider war die Sicht nicht sonderlich gut, aber man sieht trotzdem allerhand unter Wasser. Groß angekündigt zum Beispiel: Nemo. Von dem Film- ihr wisst schon. Ich dachte erst, es handle sich um einen Witz, als unsere Tauchlehrerin sagte beim Nemo Spot sei immer viel los, aber wir gehen trotzdem hin, da gäbe es 3.
3-Hundert, 3 Kolonien, 3 Dutzend Anemonenfische. Dachte ich... Aber nein. Sorgfältig umringt aus aufgestellten Steinchen schwammen da tatsächlich die einzigen 3(!) Nemo-Fische von Koh Tao... Ich frag mich nur, was machen die wenn die mal sterben? Wahrscheinlich sind sie das schon längst, das würde dann auch den Steinchenkreis erklären. Genug Sicherheitsabstand, um das eingravierte "Made in China" auf dem Fischbauch nicht zu erkennen...
Nach dem Tauchen war ich den kompletten Tag lang ausgesperrt, da Holly samt der Schlüssel auf Ausflug waren... Abends waren wir dann allesamt unterwegs, trinken und tanzen.
Und heute ist Faulenz-Tag. Nachdem ich auf der Bank war um mir die Visa Karte zurückzuholen, die der Automat am Sonntag Abend gefressen hat, habe ich außer Wäsche zum waschen zu bringen keine sonderlich wichtigen to dos mehr an diesem Tag... Aber morgen geht's wieder unter Wasser.
Und heute hab ich auch mal Muße, mich mit dem Pad in ein Café zu setzen und ein bisschen zu schreiben.
Was bisher geschah.... Die Überfahrt auf Koh Tao war vergleichsweise ruhig und unspektakulär. Vielleicht liegt das an den Vomex, vielleicht ist auch die See einfach nur sonderlich ruhig gewesen. An mir lag es sicher nicht.
Tag 1 stand im Zeichen des Ankommens. Hotel suchen, was essen, Tauchschule ausfindig machen und zum Yoga gehen. Tatsächlich hab ich mit Holly eine super nette wenn auch ziemlich verplante Zimmernachbarin gefunden.
Am 2. Tag stand mein Tauchrefresher Kurs und der erste Tauchgang an. Das Wasser hat Badewannentemperatur und die Korallen sind auch sehr schön. Leider war die Sicht nicht sonderlich gut, aber man sieht trotzdem allerhand unter Wasser. Groß angekündigt zum Beispiel: Nemo. Von dem Film- ihr wisst schon. Ich dachte erst, es handle sich um einen Witz, als unsere Tauchlehrerin sagte beim Nemo Spot sei immer viel los, aber wir gehen trotzdem hin, da gäbe es 3.
3-Hundert, 3 Kolonien, 3 Dutzend Anemonenfische. Dachte ich... Aber nein. Sorgfältig umringt aus aufgestellten Steinchen schwammen da tatsächlich die einzigen 3(!) Nemo-Fische von Koh Tao... Ich frag mich nur, was machen die wenn die mal sterben? Wahrscheinlich sind sie das schon längst, das würde dann auch den Steinchenkreis erklären. Genug Sicherheitsabstand, um das eingravierte "Made in China" auf dem Fischbauch nicht zu erkennen...
Nach dem Tauchen war ich den kompletten Tag lang ausgesperrt, da Holly samt der Schlüssel auf Ausflug waren... Abends waren wir dann allesamt unterwegs, trinken und tanzen.
Und heute ist Faulenz-Tag. Nachdem ich auf der Bank war um mir die Visa Karte zurückzuholen, die der Automat am Sonntag Abend gefressen hat, habe ich außer Wäsche zum waschen zu bringen keine sonderlich wichtigen to dos mehr an diesem Tag... Aber morgen geht's wieder unter Wasser.
On the road...
Eine weitere Nacht ohne wirklich viel Schlaf also... Kaum schaut man auf die Uhr, ist es wie von Zauberhand 5 Uhr, Frühstück gibt's um 9 - und überraschenderweise komme ich bis dato mit meinen 4 Std schlaf pro Nacht sehr gut aus...
Heute sollte das anders werden, habe ich mir doch den Übernachtbus nach Chumpohn gebucht, wo uns um 7 Uhr morgens die Fähre nach Koh Tao übersetzen soll. Aber es ist so wie es immer ist... Zuerst läuft im "Bordkino" ein Hollywood Hörbuch - soll heißen ein Film auf voller Läutstärke, aber ohne zugehöriges Bild am Fernseher.
Nachdem ich semi- erfolgreich eine Hängemattenkonstruktion für die Füße am Vordersitz gebaut, liebevoll ein Nackenhörnchen-Daunenkissen Arrangement mit Ohrstöpseln in Position gebracht und mich selbst etwas verrenkt zwischen sie Sitze gespreizt hatte - ging es ab in den nächsten Bus... Und jetzt sitz ich hier, um 4 am Pier für die Fähre, und warte auf das Kotzboot. Kotzboot deshalb, weil mir Madlen heute Nachmittag noch ganz fürsorglich ihre letzten beiden Vomex Tabletten vererbt hat, nicht ohne mich darauf hinzuweisen, dass ich sie wirklich WIRKLICH brauchen werde.... Supi. Ich hasse Boote seit einer traumatischen Helgoland Überfahrt als 5-Jährige. Ich bin für die rauhe See einfach nicht gemacht... Und weil ich jetzt 2 Stunden Zeit hab und quasi topfit bin, schreib ich halt wie meine letzten beiden Tage so waren.
Am Donnerstag war ich mit Michael dem Psychologielehrer- wir hatten uns morgens zufällig an der Rezeption aufgegabelt - im Königspalast. Besonders schön ist der wenn die Sonne rauskommt und die vielen Goldarbeiten im Licht funkeln. Ein absolutes Must-See in Bangkok. Aber seht euch vor und zieht euch "appropriate" an, falls ihr mal hingehen solltet. Die Sittenwächter zitieren erbarmungslos jedes nicht-bedeckte Knie und Tanktop in die Leihklamottenwarteschlange. Und die ist 3 Mal so lang wie die am Ticketschalter!
Anschließend gings zu Fuß nach China Town und von einem gelegentlichen "subbaaa, odder??!" kommentiert weiter zum Flower Market, wo ich mir schließlich für 7 Baht (!!) ein Sträußchen Orchideen gekauft habe.
Den Abschluss des Abends bildete ein Couchsurfingtreffen in der Kao San Road, das Klaus ausfindig gemacht hatte. Freitag stand dann im Zeichen der Tourbuchung. Guthaben fürs Handy kaufen, Tauchschule anrufen - abermals zur Khao San, Busticket buchen, kleine Massage zwischendurch, dann weiter zum Weekend Market, wo ich mich mit Madlen und ihrem Bruder auf ein Kokos-Eis verabredet hatte.
Schon auf dem Weg dahin war der Verkehr immens dicht, 10km mit dem Taxi nahmen locker eine halbe Stunde in Anspruch. Für die Anfahrt zum Busbahnhof hatte ich deswegen 2 Stunden veranschlagt, bereits mit einem kleinen Marina Faktor versehen, gebraucht hab ich fast 3, trotz effizientester Verkehrsmittelwahl mit Speed boat, strategischen Wasserkäufen (für Münzwechselgeld an der BTS Station) und konsequentem nachlaufen des direktesten Weges auf Google Maps. Smartphones sind ein Segen. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass ich bei früherem Ankommen einfach nur länger auf den Bus gewartet hätte. Also ist alles roger. Später schreib ich dann vom Inselparadies, und am 12. soll eine Fullmoon Party steigen.... :)
Heute sollte das anders werden, habe ich mir doch den Übernachtbus nach Chumpohn gebucht, wo uns um 7 Uhr morgens die Fähre nach Koh Tao übersetzen soll. Aber es ist so wie es immer ist... Zuerst läuft im "Bordkino" ein Hollywood Hörbuch - soll heißen ein Film auf voller Läutstärke, aber ohne zugehöriges Bild am Fernseher.
Nachdem ich semi- erfolgreich eine Hängemattenkonstruktion für die Füße am Vordersitz gebaut, liebevoll ein Nackenhörnchen-Daunenkissen Arrangement mit Ohrstöpseln in Position gebracht und mich selbst etwas verrenkt zwischen sie Sitze gespreizt hatte - ging es ab in den nächsten Bus... Und jetzt sitz ich hier, um 4 am Pier für die Fähre, und warte auf das Kotzboot. Kotzboot deshalb, weil mir Madlen heute Nachmittag noch ganz fürsorglich ihre letzten beiden Vomex Tabletten vererbt hat, nicht ohne mich darauf hinzuweisen, dass ich sie wirklich WIRKLICH brauchen werde.... Supi. Ich hasse Boote seit einer traumatischen Helgoland Überfahrt als 5-Jährige. Ich bin für die rauhe See einfach nicht gemacht... Und weil ich jetzt 2 Stunden Zeit hab und quasi topfit bin, schreib ich halt wie meine letzten beiden Tage so waren.
Am Donnerstag war ich mit Michael dem Psychologielehrer- wir hatten uns morgens zufällig an der Rezeption aufgegabelt - im Königspalast. Besonders schön ist der wenn die Sonne rauskommt und die vielen Goldarbeiten im Licht funkeln. Ein absolutes Must-See in Bangkok. Aber seht euch vor und zieht euch "appropriate" an, falls ihr mal hingehen solltet. Die Sittenwächter zitieren erbarmungslos jedes nicht-bedeckte Knie und Tanktop in die Leihklamottenwarteschlange. Und die ist 3 Mal so lang wie die am Ticketschalter!
Anschließend gings zu Fuß nach China Town und von einem gelegentlichen "subbaaa, odder??!" kommentiert weiter zum Flower Market, wo ich mir schließlich für 7 Baht (!!) ein Sträußchen Orchideen gekauft habe.
Den Abschluss des Abends bildete ein Couchsurfingtreffen in der Kao San Road, das Klaus ausfindig gemacht hatte. Freitag stand dann im Zeichen der Tourbuchung. Guthaben fürs Handy kaufen, Tauchschule anrufen - abermals zur Khao San, Busticket buchen, kleine Massage zwischendurch, dann weiter zum Weekend Market, wo ich mich mit Madlen und ihrem Bruder auf ein Kokos-Eis verabredet hatte.
Schon auf dem Weg dahin war der Verkehr immens dicht, 10km mit dem Taxi nahmen locker eine halbe Stunde in Anspruch. Für die Anfahrt zum Busbahnhof hatte ich deswegen 2 Stunden veranschlagt, bereits mit einem kleinen Marina Faktor versehen, gebraucht hab ich fast 3, trotz effizientester Verkehrsmittelwahl mit Speed boat, strategischen Wasserkäufen (für Münzwechselgeld an der BTS Station) und konsequentem nachlaufen des direktesten Weges auf Google Maps. Smartphones sind ein Segen. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass ich bei früherem Ankommen einfach nur länger auf den Bus gewartet hätte. Also ist alles roger. Später schreib ich dann vom Inselparadies, und am 12. soll eine Fullmoon Party steigen.... :)
Donnerstag, 7. Januar 2016
Legen… wait for it… wait for it… dary!!
Was soll ich sagen..? Bangkok ist Liebe auf den ersten Blick. Tag 3 ist im Anbruch und es fühlt sich an, als sei ich schon Wochen hier. Woran liegt das?
Wahrscheinlich ein bisschen an den öffentlichen Verkehrsmitteln – so doof das auch klingen mag. Aber was Saigon nicht hat oder Hanoi, Colombo oder Delhi, das ist dieses super intuitive Sky Train System mit dem man wirklich überall hinkommt. Nach 2 Tagen im Flieger war es einfach so wahnsinnig stressfrei, komplett mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ohne sich einmal zu verfahren oder im Stau zu stecken mein Hostel zu finden und einzuchecken. Zudem haben mich die hiesigen Temperaturen noch kein einziges Mal meinen Longsleeve anziehen lassen. Ankommen leicht gemacht. Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Man weiß sofort man ist wieder hier, man ist wieder in Asien, und man fühlt sich kein Stück verloren dabei.
Was noch? Alte Freunde sind hier… So hab ich gestern erstmal mit Klaus(!!) die Gegend unsicher gemacht, nachdem ich von einem deutschen Pärchen den Tipp erhalten habe, eine Bootsfahrt über den Fluss zu machen (mit dem blauen Fähnchen – schliesslich gönnt man sich sonst nichts…;-). Danach haben wir uns einmal quer durch alle Straßenstände gefressen und sind zuletzt – wo auch sonst? – in der Kao San Road gelandet, in der man sich auch sofort irgendwie heimelig fühlt. Zwischen 2 Bierchen gabs ne kleine Massage, die trotz der Lage im touristischen Epizentrum von Thailand absolut bezahlbar ist.
Generell – ich liebe ja Massagen. Und ich habe gestern gleich mal meinen all time Preisleistungs Sieger gekürt. 1 Stunde für umgerechnet 2,50EUR. Und nichtmal schlecht.
Oh ich vergaß – der Konsum! Der ewige Feind meines Rucksack-Idealgewichts. Was muss ich mich hier zurückhalten! Tolle T-shirts, süße Geldbeutelchen, Nippes, Krimskrams und Gedöhns soweit das Auge reicht! Und dabei bin ich mit 15kg schon etwas über meinem gesunden BMI (backpack mass index).
Das wird noch ein Spaß… Mein richtiger erster Tag hatte also von allem etwas, und ich fühl mich als wäre ich schon ne Woche hier. Im Hostel war ich um halb 3, im Bett dann um halb 5 – nach Seelenbalsam-Skype und den aktuellsten Nachrichten (Kim Jong Köln… WTF?!).
Und man glaubt es nicht – ich habe schon einen Plan… Koh Tao, tauchen, ab Samstag. Muss ich selbstverständlich noch organisieren. Aber es wär ja nicht Asien und ich wär ja nicht ich, wenn das nicht irgendwie hinhauen würde.
Dienstag, 5. Januar 2016
Der Live Test...
Es funktioniert also... Zumindest, wenn ihr das später lesen könnt.
Gerade sitze ich im ICE nach Frankfurt. Und nach wie vor ist es so seltsam surreal, dass dieser Urlaub länger dauern soll als alle anderen. Da lebt man 2 Jahre lang in der Zukunft und ausgerechnet jetzt hängt man in so einem Halb-Ding aus Vergangenheit und Gegenwart fest...
Es geht also wirklich los. T-0, einmal das Kreuzchen auf der bucket list machen. Und ich? Hab Hunger. Und werde mir allerspätestens in Bangkok mal Gedanken über eine mögliche Route machen.
Deutschland hat mich unterdessen nochmal mit Schnee bedacht, ein schöner Abschied.
Gerade sitze ich im ICE nach Frankfurt. Und nach wie vor ist es so seltsam surreal, dass dieser Urlaub länger dauern soll als alle anderen. Da lebt man 2 Jahre lang in der Zukunft und ausgerechnet jetzt hängt man in so einem Halb-Ding aus Vergangenheit und Gegenwart fest...
Es geht also wirklich los. T-0, einmal das Kreuzchen auf der bucket list machen. Und ich? Hab Hunger. Und werde mir allerspätestens in Bangkok mal Gedanken über eine mögliche Route machen.
Deutschland hat mich unterdessen nochmal mit Schnee bedacht, ein schöner Abschied.
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