Samstag, 9. April 2016

Etappe 3 - Immer schön tanken

Am 3. Tag unseres Abenteuers schaffen wir es, früh aufzustehen und uns auf den Weg zu machen. Die Touristenattraktionen von Mae Hong Son lassen wir komplett aus.
Ein Tempel auf dem Berg liegt im Morgennebel, der Hot Spring ist für die frischen Morgenstunden ebenfalls zu abwegig. Also machen wir erstmal Strecke.
Ein Wasserfall und ein gigantisches Blumenfeld sind auf dem Weg ausgewiesen und den Umweg machen wir gerne.
Am Blumenfeld merken wir, dass wir die Blütezeit verpasst haben, aber das war uns eigentlich schon fast klar, da komplett Nordthailand im März eher dürr wirkt, der Wasserfall war dann ganz nett. Sagen kann man auf jeden Fall, dass er nicht überlaufen war. Weit und breit gab es außer uns keine Menschenseele. Bis auf den Herren am Eingang, der uns nichtsdestotrotz 100 Baht Eintritt abgenommen hat (ob sich das rechnet..?)
Als nächsten Halt wird Mae Chaem erkoren (das musste ich gerade nachgoogeln) und auf dem Weg dahin war das allerspektakulärste die Tankanzeige unseres Mopeds. Die ging nämlich beständig nach unten. Eine Tankfüllung reicht ca. 150km, hätte man uns mal gesagt.
 Und so kommen wir zu den heiligen 2 Geboten des Mae Hong Son Loop:
1. Gebot: Fahre defensiv und achte auf Gegenverkehr.
2. Gebot: Sobald du eine Tankstelle siehst - so tanke.
Was ja ansich kein Problem ist. Einzig die spärliche Tankstellendichte in Thailands Norden macht Gebot 2 ... Etwas abenteuerlicher als es im ersten Moment klingt.
Und so fuhren wir, ein Auge auf Google Maps, die Käffer am Wegesrand abklappernd, das andere Auge auf der Tankanzeige. Ein Strich bei gerader Strecke, Berg rauf 2 Striche, aber meist nur kurz. Ein Nervenkitzel der anderen Art. Da kommt man dann auch mal auf die Idee, an ganz wahnwitzigen Benzintonnen zu tanken, wo der Tankwart des Vertrauens noch selbst kurbelt. Alles gemacht.
Schlussendlich haben wir aber eine richtige echte Tankstelle gefunden und konnten unseren Weg entspannt fortsetzen.
Kurz vor unserem Ort haben wir eine Art Naturschwimmbad am Wegesrand entdeckt. Mit Fressständen die den mit Abstand schärfsten Papayasalat verkauft haben und Bier so kalt, dass die Hände schmerzten.
Am Besten findet man als Deutscher Tourist aber immer noch, wenn man der einzige Ausländer ist. Check. Und dann hats nichtmal Eintritt gekostet! Da ist das Tatami gleich doppelt so gemütlich.
In Mae Chaem haben wir dann eine Bar ausgegraben die tatsächlich deutsches Bier verkauft hat! Der Besitzer hat für uns sogar die Soundanlage samt Lasershow angeschmissen und uns ein romantisches Kronkorkenkerzchen auf den Tisch gestellt.
So ging dann auch dieser Tag zu Ende. Unser Hotel trug den romantischen Namen Chadaporn. Was will man mehr?

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