Nach Phetchaburi hab ich mich auf nach Kanchanaburi gemacht.
Eigentlich, weil mir jemand die Wasserfälle im Erawan Nationalpark empfohlen hat. Angekommen, stelle ich fest, dass das Städtchen ziemlich touristisch ist, weil hier die weltberühmte Brücke über den Kwai geht (ausgesprochen Kwäh, weil sonst heißt es Wasserbüffel).
Berühmt ist diese Brücke unter anderem, weil sie im 2. Weltkrieg unter massivstem Einsatz von Kriegsgefangenen und in Rekordzeit gebaut wurde. Beim Bau der Brücke und der zugehörigen Bahnstrecke zwischen Thailand und Burma ließen fast 100.000 Menschen ihr Leben, großteils wegen Malaria und anderen Tropenkrankheiten. Vor allem ist sie aber bekannt, weil es dazu einen Film gibt (den ich wie "The Beach" leider nicht gesehen habe...)
Nächster Programmpunkt: Erawan Wasserfälle. Da fährt ein local bus hin, den ich mir ganz alleine an der Straßenkreuzung angehalten habe. Darauf war ich insgeheim ein bisschen stolz. Aber eigentlich will jeder Tourist nach Erawan, also ist das der einzige Bus der für mich gehalten hätte, und wahrscheinlich sogar ohne dass dabei ich frenetisch winkend am Straßenrand gestanden hätte.
Angekommen hieß es erstmal Überblick verschaffen. 7 Stufen hat der Wasserfall, von denen mir ein Mitreisender Stufe 4 und 7 wärmstens empfohlen hatte. Ein anderes Mädel hingegen hat mich angekuckt, kurz überlegt, und auf meine Frage gemeint, am schönsten wären die Stufen 3, 5 und 6. Da hilft dann nichts, außer selbst den Fuß ins kühle Naß zu strecken und sich von den Fischen anknabbern zu lassen...
Und wie es der Zufall will, habe ich die längste Zeit beim Baden in Stufe 2 verbracht. Nachdem man sich an die Knabberfische gewöhnt, kitzelt das auch nicht mehr so stark an den Füßen.
Ausklingen lassen habe ich den gestrigen Tag dann so, wie ich den heutigen begonnen habe. Mit einer schönen Massage. Im Moment läuft das irgendwie auf einmal pro Tag raus und da ich mir ebenfalls ab und an ein Bier genehmige kann ich es mittlerweile sicher mit jedem Kobe Rind aufnehmen, so zart und geschmeidig bin ich.
Die nächsten 3 Tage heißt es back to Bangkok, wo am 31. Januar mein Flieger nach Yangon abhebt.
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